Nichts für schwache Nerven

Relegationsspiele der Handball-Damen gegen den Abstieg

Vergangenen Samstag und Sonntag fanden die Abstiegsrelegationsspiele der Frauen-Bezirksligen Ostbayern zwischen der SG Regensburg II und der SpVgg Diepersdorf statt.
Der Ausflug nach Regensburg am Samstag endete mit einer 16:21-Niederlage für die SpVgg Diepersdorf.
Bis zur 20. Spielminute tat man sich vor allem im Angriff schwer, 7:3 lautete der Zwischenstand. Nach einer Umstellung in der Angriffsformation kam die Mannschaft besser ins Spiel und kämpfte sich auf ein Tor heran. Durch ein vermeidbares Freiwurftor kurz vor dem Pausenpfiff hieß es dann 9:7 für die Gastgeberinnen.
Die zweite Halbzeit war von hartem Kampf geprägt und bis zum 16:14 schien noch alles möglich. Eine Zwei-Minuten-Strafe in der 52. Minute gegen die SpVgg nutzte die SG Regensburg, um sich abzusetzen und brachte es in der Folge zum 20:14. Mit aller Macht versuchten die Gäste noch den Abstand zu verkürzen, es reichte aber nur noch zum 21:16. Vor allem die jungen Spielerinnen konnten bei der etwas zu hoch ausgefallenen Auswärtsniederlage mit Torerfolgen glänzen.
Am Sonntag ging man also in Diepersdorf mit 5 Toren Rückstand in das letzte Spiel dieser anstrengenden Saison.
Trainer Udo Ende schwor sein Team ein, immer die Ruhe zu bewahren, egal wie zwischenzeitliche Spielstände lauten sollten und an den Erfolg am Ende der 60 Minuten zu glauben.
Sophie Munkert fehlte an diesem Tag wegen des Quali-Turniers der A-Jugend. Da aber die am Tag davor verhinderten Janina Schneider (die mit Abstand erfolgreichste Torschützin der Liga), Simone Sperber und Sandra Spieß wieder dabei waren, war man guter Dinge das Blatt noch zu wenden.
In der ersten Halbzeit lag man schnell mit drei Toren vorne. Leider nutzte die SpVgg mehrmals ihre Chance nicht, bereits im ersten Durchgang den Vorsprung auf mehr als 4 Tore auszubauen. Mit einer sehr starken Torhüterleistung von Franzi Wild und willensstarkem Angriffsspiel hielt man die Gäste aber zumindest auf Abstand und ging mit 13:10 in die Pause.
Als man in den ersten zehn Minuten der zweiten Spielhälfte trotz zweier Zwei-Minuten-Strafen unbeschadet blieb, schafften die Diepersdorferinnen es erstmals mit 16:11 die 5 Tore aus dem Hinspiel auszugleichen. Die folgenden 10 Minuten landete man jedoch keinen eigenen Torerfolg, während die Gäste dreimal trafen und auf 16:14 aufschlossen. Wenige Minuten später nahm der Coach der SG Regensburg beim Stand von 18:14 eine Auszeit und bei 57:20 fiel daraufhin das 18:15. Nun ging es um die sprichwörtliche „Wurst“ und die vielen frenetisch anfeuernden Zuschauer bekamen ein Finale Furioso zu sehen. Zunächst konnte Janina Schneider im Nachwurf eines Siebenmeters auf 19:15 erhöhen und Franzi Wild machte endgültig hinten den „Kasten dicht“. Eine halbe Minute vor Schluss dann Auszeit der Gastgeber, die Dramatik war kaum zu überbieten. Marie Stieglbauer konnte sich in diesem vermeintlich letzten Angriff in Szene setzen und wurde strafwurfreif gefoult. 8 Sekunden vor Schluß bewies wieder einmal Janina Schneider Nervenstärke und beförderte den Ball ins Tor. Zum zweiten Mal waren die 5 Tore egalisiert und aufgrund der auswärts geworfenen Tore war die SpVgg siegreich. Wie es in der verbleibenden Zeit noch zu einem erfolglosen direkten Wurf vom Anwurfpunkt durch die Gäste und dem 21:15 kurz vor Erklingen der Sirene reichte, ging in dem überschäumenden Jubel unter.